Die Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e.V. wählte mich 2008 als erste Stipendiatin für die Entwicklung von neuen Methoden ihrer Kunstvermittlung.

Mein Name ist Mona Jas, ich bin Künstlerin und das ist meine Homepage:
inter-views.org

Das Kunstvermittlungsstipendium ist ein wissenschaftliches Forschungsstipendium.

istanbul

Der Blog „Mischen: possible“ zeigt eine Auswahl an Projekten, die unter anderem in diesem Rahmen verwirklicht werden.

Unterstützt und erweitert wird das Projekt durch Greta Hoheisel, die zur Zeit ein Praktikum in der NGBK macht. Sie studiert in Hildesheim und führt jetzt in Berlin ein eigenes Projekt an der Menzel Oberschule, Berlin-Tiergarten mit dem Wahl-Pflicht-Kunst-Kurs der neunten Klasse von Inge Stahl, Kunstlehrerin, durch.
Von Januar bis März war Vanessa Wiechmann Praktikantin, sie machte im Rahmen der NGBK Ausstellung “Islands+Ghettos” ein Projekt mit einer Gruppe von Akarsu e.V. Vanessa ist Studentin der HBK Braunschweig.

In allen Projekten werden langfristige Kooperationen der NGBK mit unterschiedlichen Bildungseinrichtungen initiiert und weiterentwickelt.

Die NGBK strukturiert sich als ein basisdemokratischer Kunstverein. Es sind 860 Mitglieder, für die ich agiere. Das Ausstellungsprogramm fokussiert zeitgenössische Kunst mit (links-) politischem Inhalt und wird von ehrenamtlich tätigen Arbeitsgruppen, in der Hauptversammlung aller Mitglieder durch Mehrheitswahl bestimmt, konzipiert.

Für diese Situation entwickelte ich „Mischen: possible“, das von mir auf Begegnungen mit unterschiedlichen Bildungseinrichtungen ausgerichtet wurde.

Vor Antritt meiner Tätigkeit stellte ich die Bedingung einer adäquaten Raumsituation, in der Gruppen und Individuen, die in zukünftigen Projekten im NGBK-Umfeld agieren würden, repräsentiert werden könnten.

Damit sollte meine künstlerische Vermittlungsarbeit als solche transparent werden, eine Vermischung der Felder „Kunst“ (NGBK) und „Bildungseinrichtung“ (Schule, Universität, Fortbildungseinrichtungen, u.ä.) ermöglicht werden und vor allem – sollte den Beteiligten der Projekte so eine Stimme verliehen werden.

Im Sinne eines Modells der Artikulation als „transformative Praxis“ sollten so Deutungen und Handlungen der Beteiligten in die NGBK zurück geführt werden. Die vorgestellten Projekte zeigen Bewegung in diese Richtung.

Eine wissenschaftliche Evaluation erfolgt begleitend durch das Seminar „Kulturmanagement und Kulturpolitik in Berlin“ mit dem Dozenten Dr. Klaus-Peter Pollück, Fachbereich für Politik- und Sozialwissenschaften FU. Die kritische Auswertung des Projekts ist Thema von zwei Diplomarbeiten sein.

Mona Jas, September 2009