Letzten Samstag begann ich erstmalig mit “freien Führungen”. Ich bot in der laufenden Ausstellung der NGBK “pöpp68” umher flanierenden BesucherInnen ein Gespräch über die ausgestellten Arbeiten an. Ein schwarzes T-Shirt mit rotem NGBK-Stern zeichnete mich als “zur Ausstellung Dazugehörende” aus. Es ergab sich unter anderem ein sehr langes und tief gehendes Gespräch über die Probleme der heutigen Leistungsgesellschaft, der Flucht in den Konsum, damit einhergehende Umweltsünden und der Frage, ob Menschen Druck bräuchten, um Lernziele zu erreichen. Und das alles ausgelöst durch das Werk der Bildhauerin Seraphina Lenz:  (unter anderem) gepresste Altkleider und eine Kommode, deren verschiedene Schubladen mit unterschiedlichsten, hoch interessanten Materialien bestückt waren (von der Herkunft der Baumwolle, über den Weg der Altkleider nach Tansania, bis hin zu dem Kleiderporträt einer 31 jährigen Grafikerin, inklusive ihrer abgeschnittenen Kleiderlabels).

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